14 Punkte für mehr und bessere Sportstätten in Berlin

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Etwas mehr Geld für Sporthallen und -plätze löst den milliardenschweren Sanierungsstau im Berliner Sport nicht auf.

Mehr Geld für Sporthallen und Plätze ist zwar schön – und tatsächlich sieht es durch die Sportmilliarde und das Sondervermögen des Bundes so aus, dass tatsächlich etwas mehr Geld in die Berliner Sportinfrastruktur fließt. Leider aber löst dieses Geld den milliardenschweren Sanierungsstau im Berliner Sport nicht auf. Es muss deutlich mehr passieren, vor allem bei der Frage, wie dieses Geld ausgegeben wird. Es braucht eine zentrale Baudienst- und Sanierungsstelle für den öffentlichen Sportstättenbau in Berlin, damit die bisherigen Bauprüfungsstellen der Bezirke und des Landes weniger belastet werden und Maßnahmen schneller bewilligt werden. Genauso braucht es aber auch die Mittel, die einzelnen Sportentwicklungspläne umzusetzen und in einen Gesamtplan zur Entwicklung der Sportinfrastruktur in Berlin zu überführen. Auch die Frage, wie wir mit unserem Nachbarland Brandenburg in einen besseren Austausch bei der Nutzung der Sportinfrastruktur kommen können und wie Berlin, bisher regelmäßig Letzter bei der Beantragung von EU-Mitteln im Sport im bundesweiten Vergleich, stärker von anderen Fördermöglichkeiten Gebrauch machen kann.

Insgesamt sind es 14 Maßnahmen, die die Landesausschüsse Sportifnrastruktur, Bezirkssportbünde und Wassersport entwickelt haben und die nun auch dem LSB-Präsidium vorgelegt wurden. Sie sind praktisch der Arbeitsauftrag für den LSB, woraus sich die künftige Arbeit noch einmal gut ablesen lässt. Gleichzeit ist das Papier natürlich auch eine wichtige Quelle für die Wahlprüfsteine für die diesjährigen Wahlen im Abgeordnetenhaus.

Der Senat hat indes ebenfalls ein Papier beschlossen, in dem eine Strategie für die Berliner Sportinfrastruktur festgehalten ist und an dem auch der LSB beteiligt war. Auch wenn dort erfreuliche Dinge wie etwa die Betonung der Barrierefreiheit der Sportinfrastruktur festgehalten sind, liegt der Fokus auf öffentlichen Kernsportanlagen. Der Berliner Sport ist natürlich mehr als das. Gemeinsam lassen sich beide Papiere aber gut lesen und sind Ausdruck dessen, dass die Berliner Sportinfrastruktur im Jahr 2026 einen hohen Stellenwert bei allen Beteiligten einnimmt, in der Politik wie im Sport. Das ist unbestritten – nun geht es an die Umsetzung der Punkte.