Sie trainieren Kinder und Jugendliche, organisieren Wettkämpfe, pfeifen Spiele, betreuen Mannschaften, helfen beim Auf- und Abbau oder haben einfach ein offenes Ohr. Ehrenamtliche schenken dem Sport ihre Zeit, ihre Energie und ihre Leidenschaft – und schaffen damit Gemeinschaft, Begegnungen und unvergessliche Momente.
Einmal im Jahr haben einige von ihnen selbst diesen einen großen Moment: die Auszeichnung als Ehrenamtliche des Jahres! Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Landesportbund-Präsident Thomas Härtel und Dr. Frederic Roßbeck, Vorstandsvor-sitzender der Feuersozietät Berlin Bandenburg Versicherung, ehrten im Roten Rathaus die Ehrenamtlichen des Jahres im Berliner Sport.
„Unsere Gesellschaft lebt von dem ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen.deren Einsatz wäre unser Miteinander, so wie wir es kennen, schätzen und lieben, ganz sicher nicht möglich. Das gilt nicht nur für denSport, aber da ganz besonders. An jedem Wochenende tragen Sportvereine ihre Wettspiele aus, in der Woche wird trainiert und werden die Vereinsfeste und Veranstaltungen geplant. Das alles funktioniert, weil der Sport Menschen zusammenbringt", sagt LSB-Präsident Thomas Härtel..
Der erste Platz und ein Preisgeld in Höhe von 1500 Euro geht in diesem Jahr an Ann Kathrin Lohse vom Ruderclub Wannsee e.V. Die 28-jährige, die seit 2020 ehrenamtlich im Verein aktiv ist, übernahm in einer kritischen Phase Verantwortung. Als der Ruderclub innerhalb kürzester Zeit mehrere ehrenamtliche Trainer und den hauptamtlichen Cheftrainer verlor, sprang Ann Kathrin Lohse ein und stellte mit außergewöhnlichem persönlichem Einsatz den Trainings- und Wettkampfbetrieb sicher. Als stellvertretende Leiterin Leistungssport investierte sie unzählige Stunden, war rund um die Uhr erreichbar und trug einen großen Teil zur erfolgreichen Nachbesetzung des Cheftrainerpostens bei.
Platz zwei des Wettbewerbs und 1000 Euro sichert sich Anne-Marie Streichhan, Vorsitzende vom Fitness-Gymnastik-Club Altglienicke e.V.. Der Club-Vorstand hatte die Vereinsgründerin und langjährige Trainerin für ihr außerordentliches Engagement in Verbindung mit ihrem „Sonnenscheinenthusiasmus“ vorgeschlagen. Seit der Gründung im Jahr 1991 habe sie in etwa 1820 wöchentlichen Trainingseinheiten rund 7300 Stunden ihrer Zeit investiert, um die Vereinsmitglieder anzuspornen und fit zu halten.
Den dritten Platz und die damit verbundenen 500 Euro erhält Ralf Preß von der Versehrten-Wassersport-Gemeinschaft e.V. in Charlottenburg. Der inzwischen 91-Jährige frühere Elektro-Ingenieur ist seit 1992 Mitglied des Vereins und seit 2000 ehrenamtlich darin engagiert. Zunächst vier Jahre als erster Vorsitzender, acht Jahre als Schriftwart und mittlerweile 26 Jahre als Handwerker und Elektriker.
Berliner Sportvereine konnten im Rahmen der Wahl auch wieder engagierte Nachwuchshelferinnen und -helfer nominieren. Als „Junge Ehrenamtliche des Jahres 2026“ wurden in diesem Jahr geehrt: Anna Kiehn (Berliner SV 1892 e.V.), Maxi Scheewe (Wannseeaten 1911 e.V.) und Tiyam Marienfeld (BC Lions Moabit 21 e.V.).


