CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, AfD und die Berliner Tierschutzpartei haben in ihren Antworten eines in deutlicher Gemeinsamkeit hervorgehoben: Sie alle versprechen, dass es mehr Sport in Kita und Schule geben und das Schulschwimmen gestärkt wird.
Abgeordnetenhaus-Beschluss verpflichtet zu schnellem Handeln
Bereits am 21. Mai 2026 erfolgte mit dem Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses zur Volksinitiative des LSB Berlin das eindeutige Bekenntnis, den Sport in Berlin für alle gesellschaftlichen Gruppen zu fördern und für Kinder – vor allem in den Schulen – ein tägliches Sportangebot anzubieten, der Sanierung und dem Neubau von Sportstätten und Schwimmbädern hohe Priorität und finanzielle Absicherung einzuräumen, einen Fonds einzurichten, der direkt in den Breitensport investiert, und ehrenamtliches Engagement im Sport und darüber hinaus zu erleichtern. Der Beschluss verpflichtet den kommenden Senat, angesichts des Bewegungsmangels in der Gesellschaft, des milliardenschweren Sanierungsstaus bei Berliner Sportanlagen und der hohen Herausforderungen, denen sich Sportvereine und ehrenamtlich Engagierte ausgesetzt sehen, zu schnellem Handeln.
Dies unterstreichen die Parteien auch in ihren Antworten zu den Wahlprüfsteinen. So erklärt die CDU: „Wir setzen uns dafür ein, dass Sportangebote auch am Nachmittag flächendeckend verfügbar sind. Wir setzen uns für Schwimmunterricht ab dem 3. Lebensjahr ein, werden das Schulschwimmen nachhaltig stärken und den Ausbau bezirklicher Schwimmzentren fördern.“ Für die SPD ist klar, „allen Schülerinnen und Schülern eine Stunde Sport- und Bewegung am Tag zu ermöglichen“ so wie auch Bündnis 90/Die Grünen erklären: „Eine tägliche Bewegungszeit ist sinnvoll, muss aber flexibel umgesetzt werden, etwa durch bewegungsorientierten Unterricht, bewegte Pausen, Sportangebote, Kooperationen mit Vereinen oder Nutzung des öffentlichen Raums. Bei den Fähigkeiten fürs Radfahren und Schwimmen sehen wir dringenden Handlungsbedarf.“
Die Linke will „verstärkt in die Sanierung und den Neubau von Sportstätten sowie in die Ausbildung und Einstellung zusätzlicher Sportlehrkräfte investieren“ und die AfD will„die Anzahl der Sportstätten und Schwimmhallen deutlich“ zu erhöhen.
CDU und SPD wollen 50 Millionen Euro jährlich für Sportstättensanierungsprogramm
Um mehr Sport treiben zu können, benötigen die Berliner*innen die entsprechende Zahl an Sportflächen in betriebsfertigem Zustand. „Wird Ihre Partei das Sportstättensanierungsprogramm auf 50 Millionen Euro erhöhen“, lautet denn auch eine Frage des LSB an die Parteien. Die SPD versichert, sollte Berlin im Rennen um die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele nicht erfolgreich sein, dass es für sie darum gehe „die Investitionsmittel zu verstetigen. Insgesamt sollten dabei 50 Millionen jährlich für die landeseigenen und bezirklichen Sportstätten das Ziel sein. Ziel muss zudem sein, die Zuschüsse des Bundes („Sportmilliarde“) zu verstetigen, über die allein in der ersten Tranche rund 20 Millionen Euro zusätzlich in unsere Sportstätten investiert werden.“ Die CDU „wird das Sportstättensanierungsprogramm konsequent ausbauen und langfristig finanziell absichern. Wir setzen uns für mindestens eine Million Euro zusätzlich pro Bezirk ein und streben die Erhöhung auf 50 Millionen Euro an.“ Bündnis 90/Die Grünen dagegen bleiben bei der Aussage zu Finanzen vage: „Wir wollen die Investitionen deutlich erhöhen und vor allem langfristig absichern, um planbare Sanierungszyklen zu ermöglichen statt kurzfristiger Einzelmaßnahmen. Wir wollen das Vereinsinvestitionsprogramm ausbauen, Verfahren vereinfachen und langfristige Planungssicherheit schaffen.“
Die Linke schreibt: „Wir bekämpfen den Sanierungsstau, um öffentliche Infrastruktur zu erhalten und möchten ein „Jahrzehnt der Investitionen“ in den Breitensport einleiten.“ Die AfD will „deutlich mehr Geld in die Instandhaltung und in den Neubau von Sportstätten investieren. Wir werden uns dabei auf die Bezirke und Ortsteile konzentrieren, in denen es aktuell die größte Unterdeckung gibt.“
Seine Wahlprüfsteine sieht der LSB nicht nur als Orientierung für die Bürger*innen, sondern auch als Forderungen für die nächsten Koalitionsverhandlungen.
Fotos: LSB Berlin / Citypress, Moritz Eden
Der LSB hatte die Parteien um ihre Antworten auf acht Wahlprüfsteine gebeten, alle Antworten lesen Sie hier:







