„Frauen sollen sich ihre Stärken bewusst machen“

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Berliner Sportvereine leben vom Ehrenamt. Zwei Frauen berichten, was sie dabei bewegt, motiviert und wie sie über den Internationalen Frauentag denken: Franziska Keich (38, re.), Abteilungsleiterin Basketball bei Türkiyemspor Berlin 1978 e. V., und Susanne Rojahn (44, li.), Vorsitzende der Berlin Kobras, American Football-Abteilung von Pro Sport Berlin 24 e. V. Sie hat in der Nationalmannschaft gespielt und wurde 17mal Deutsche Meisterin.

Wie seid Ihr zum Sport gekommen?

Franziska Keich: Ganz klassisch: Übers Eltern-Kind-Turnen mit meiner Mutter. Seitdem war ich eigentlich immer in einem Sportverein. Erst Leichtathletik, dann Basketball. Meine Eltern haben schon Basketball gespielt.

Bei Türkiyemspor?

Franziska Keich: Nein. Ich komme aus einer Kleinstadt bei Hannover, bin im Studium öfter umgezogen und 2011 nach Berlin gekommen. Ich war erst in einem anderen Verein. 2018 habe ich dann bei Türkiyemspor die Basketball-Abteilung mitgegründet. Angefangen haben wir mit drei Mannschaften – eine für Mädchen, eine für Frauen und eine für Herren. Inzwischen sind wir 350 Mitglieder, davon 260 Mädchen und Frauen. Jetzt haben wir sogar Wartelisten bei den Mädchen, weil wir nicht genug Hallenzeiten haben. Leider. Nichts ist schlimmer als Wartelisten für Mädchen, die Sport machen möchten.

Und wie hast Du deinen Sport gefunden, Susanne?

Susanne Rojahn: Mit 14. Ich war mit Freundinnen auf einem Sportplatz, wo nebenan Football gespielt wurde. Wir wurden gefragt, ob wir Lust hätten, es mal auszuprobieren. Ich habe mich sofort in diesen Sport verliebt und mit Flag Football angefangen. Ab 16 habe ich Tackle Football gespielt. Erst bei den Berlin Bullets. Dann beim AFC Berlin Adler. Seit 2004 bei den Kobra Ladies. 

Wie kam dazu, dass Du Verantwortung im Verein übernommen hast?

Susanne Rojahn: Unser Abteilungsvorstand hat von jetzt auf gleich aufgehört. Nur eine Person ist geblieben. Sie hat unter anderem mich gefragt – so bin ich reingerutscht. Ich wurde Stellvertreterin und Ende 2024 Vorsitzende.

Warum hast Du das gemacht?

Susanna Rojahn: Weil wir nur etwas verändern können, wenn wir im Vorstand sind und mitbestimmen. Der alte Vorstand hat uns machen lassen. Dadurch waren wir zwar relativ autark. Aber wir konnten unsere Vorstellungen und Wünsche nicht durchsetzen. Außerdem stelle ich mir einen Sportverein so vor, dass alle Abteilungen miteinander harmonieren und sich unterstützen. Bei uns war es eher so: Es gab die Männerteams, die Damenteams und die Jugend. Es gab kein Miteinander. Das ändern wir jetzt und das gelingt uns mit unseren 200 Mitgliedern ganz gut.

Wie viel Stunden pro Woche investiert Ihr in das Ehrenamt?

Franziska Keich: Zehn, elf Stunden, inklusive Coaching eines Teams. Es kommt auch immer auf die Saisonphase an. Aktuell führe ich zur Saisonplanung viele Gespräche mit den Coaches. Das kostet Zeit. Ich habe das Glück, dass ich beim Berliner Basketball Verband arbeite – als Stützpunkttrainerin und im Bereich Mädchenbasketball. Deshalb kann ich oft Haupt- und Ehrenamt verbinden.

Susanne Rojahn: Vielleicht zehn Stunden, mal mehr, mal weniger. Es ist immer zu tun: Vor der Saison werden die Spiele geplant, die Plätze reserviert. In der Saison geht es um den Spielbetrieb.  Außerhalb der Saison werden Events organisiert: Bei Tryouts können Kinder und Erwachsene unsere Sportart kennenlernen.  Beim Halloween Bowl kommt der Verein zusammen. Aber ich muss sagen: Der ganze Vorstand und der erweiterte Vorstand helfen. Das ist wichtig. Ich habe einen Fulltime-Job als Physiotherapeutin.

Was ist die größte Herausforderung für Dich im Ehrenamt?

Susanne Rojahn: Ich hatte gedacht, es ist schwierig, sich als Mitglied beim Vorstand Gehör zu verschaffen. Aber es ist genauso schwierig, als Vorstand Unterstützung bei den Mitgliedern zu finden. Wir sind nur zu dritt im Vorstand und machen alle mehr als die reine Vorstandsarbeit, arbeiten im Trainingsbetrieb und im Teammanagement. Wir bräuchten noch mehr Unterstützung. Aber es ist sehr schwer, Menschen für ehrenamtliche Aufgaben zu motivieren.

Was motiviert Dich weiterzumachen?

Susanne Rojahn: Wir haben es geschafft, vier neue Teams in zwei Jahren aufzubauen und in den Spielbetrieb bringen. Mein großer Traum: Unser Verein wird deutschlandweit ein Standort des Frauenfootballs im Flag und Tackle, wo Mädchen spielen und bei guten Coaches eine gute Ausbildung genießen. Wir wollen, dass mehr Mädchen zu uns kommen und sich weiterentwickeln. Sie müssen dann nicht bei uns bleiben. Deshalb wäre es schön, wenn es noch mehr Vereine geben würde, die Frauenfootball anbieten. Zurzeit sind wir das einzige Frauenteam in Berlin. 

Was ist für Dich die größte Herausforderung im Ehrenamt, Franziska?

Franziska Keich: Die Kommunikation. Ich kommuniziere viel, damit Trainerinnen und Trainer, Ehrenamtliche und Spielerinnen und Spieler Entscheidungen besser verstehen und sich mitgenommen fühlen. Man geht immer davon aus, dass alle Beteiligten alle Informationen haben, aber das ist natürlich nicht so.  

Wie gelingt Dir die Kommunikation?

Franziska Keich: Je mehr Mitglieder und Ehrenamtliche wir sind, desto schwieriger wird es. Es ist etwas ganz Anderes, ob man drei Trainerinnen hat oder 25. Ich spreche viel persönlich – zum Beispiel mit den Coaches. Gerade diese Beziehungsarbeit nimmt viel Zeit in Anspruch. Manchmal muss dann auch eine schnelle Nachricht an alle reichen. Wichtig ist es auch, gemeinsame Veranstaltungen oder Treffen außerhalb des Spielbetriebs zu organisieren, bei denen sich die Engagierten untereinander austauschen können. 

Denkst Du manchmal: Warum mache ich das eigentlich alles?

Franziska Keich: Ja. Meistens dann, wenn es Konflikte gibt – die bleiben bei 350 Mitgliedern ja nicht aus - und ich mich frage, ob ich richtig gehandelt, richtig kommuniziert habe. Zum Beispiel hat gerade jemand den Verein verlassen. Es gab viel Kritik. In so einer Situation denke ich: Wenn ich das Ganze nicht machen würde, hätte ich jetzt keinen Stress. Aber dann gehe ich in die Halle und freue ich mich, dass die Kinder und die Trainerinnen Spaß haben. Das motiviert mich zu sagen: Okay, wir machen doch weiter. Insgesamt haben wir bei uns so viele tolle und engagierte Menschen, dass es einfach Spaß macht.

Worauf bist Du stolz in deinem Ehrenamt?

Franziska Keich: Auf die vielen Trainerinnen, die bei uns als Spielerinnen in der Jugend angefangen haben. Sie sind Vorbilder für die Jüngeren. Auf die vielen engagierten jungen Mädchen, die bei uns als Schiedsrichterin oder Trainerin eingesetzt sind. Auf die vielen Mädchen, die beim Basketball Spaß haben. Es macht mich ein bisschen stolz, wenn mir eine Trainerin schreibt, sie hätte ihre berufliche Beförderung nicht angenommen, wenn sie nicht schon mal als Trainerin die Chance gehabt hätte, Verantwortung zu übernehmen. Oder wenn eine Trainerin, die jetzt 16 oder 17 Jahre alt ist, sagt, ihr großes Vorbild sei eine Trainerin, die nur zwei Jahre älter ist.

Wie bringt Ihr alles unter einen Hut – Job, Ehrenamt, Privatleben?

Franziska Keich: Basketball ist mein Hobby. Ich bin eigentlich den ganzen Tag mit meinem Hobby beschäftigt. Es fühlt sich deshalb nicht so an, als würde ich arbeiten. Andererseits achte ich darauf, dass ich auch mal andere Dinge mache und dass es Tage gibt ohne Basketball und Ehrenamt. Das ist mir wichtig.

Susanne Rojahn: Ich freue mich, wenn ich vorm Computer sitze und meine Ideen aufschreibe, wenn ich sie mit anderen Menschen besprechen kann und die Umsetzung plane. Das ist für mich ein toller Ausgleich. Ich sehe das nicht als Arbeit oder als Ehrenamt. Ich mache das, weil es mir Spaß macht.

Gab es einen Moment in Eurem Ehrenamt, der Euch besonders geprägt hat?

Susanne Rojahn: Ich freue mich, wenn wir neue Mannschaften aufbauen können, wenn die Kinder Spaß haben, Flag Football oder Tackle Football zu spielen, wenn wir sie bei uns halten können und wenn wir ihnen zeigen können, was in einem Verein rund um das Training noch alles passiert. Das ist für mich als Vorstand wichtig.

Franziska Keich: Es sind immer viele kleine Momente, in denen ich denke: Boah, das haben wir jetzt schon wieder geschafft. Wir haben im Jugendbereich mit einer U12 angefangen, irgendwann waren wir bei der U18 angekommen. Erst hatten wir nur eine U14, jetzt haben wir eine zweite.  Oder als letztes Jahr die ersten Spielerinnen, die bei uns fünf Jahre zuvor angefangen hatten, Abi gemacht haben – da dachte ich: Krass, wir haben nach sieben Jahren eine durchgehende Jugendarbeit – von der U8 bis zur U18.

Was bedeutet das Engagement für Euch persönlich?

Franziska Keich: Eine große Freude. Ich habe viel Glück mit meinem Verein. Hier wird nicht blockiert. Hier wird nicht gesagt, dies und jenes geht nicht. Hier wird gesagt: Mach mal, lass es uns ausprobieren. Das finde ich angenehm. Wenn immer jemand sagen würde, warum etwas nicht funktioniert, dann fände ich das schwierig.

Susanne Rojahn: Es erfüllt mich. Mein Zukunftsplan ist, mehr Mädchen und Frauen für meinen Sport zu begeistern.

Und was stört Euch?

Susanne Rojahn: Wenn es schwer ist, Unterstützung zu finden. Wir haben im Flagbereich ein Trainerproblem. Wenn Eltern ihre Kinder bringen, also sowieso zu uns kommen, stelle ich mir vor, dass das eine oder andere Elternteil Flag Football coachen könnte, um zu unterstützen. Aber das Interesse ist nicht groß. Es sind immer dieselben Personen, die am Ende alles machen.

Franziska Keich: Bürokratie, die ganzen Auflagen. Ich habe jetzt die LSB-Vereinsmanagement-Ausbildung absolviert. Was man alles machen muss – das ist oft nicht immer alles praktikabel, vor allem für Ehrenamtliche.

Was motiviert Dich?

Franziska Keich: Ich möchte, dass Mädchen Basketball spielen können bzw. allgemein Sport machen können und die gleichen Möglichkeiten haben wie Jungs – nicht nur als aktive Sportlerinnen, sondern auch im Ehren- und Hauptamt. Türkiyemspor ist ein migrantischer Verein, der die Gesellschaft in Kreuzberg widerspiegelt. Alle können zu uns kommen. Wir bieten allen ein sportliches Zuhause und versuchen den Austausch untereinander zu fördern, was in der Gesellschaft oft nicht mehr so einfach ist.  

Spürt Ihr manchmal Momente der Überforderung?

Franziska Keich: Ich fühle mich bei Konflikten überfordert, für die es keine Lösung gibt. Weil die Interessen so unterschiedlich sind. Dann muss ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen und hinter meiner Entscheidung stehen. Das ist nicht immer leicht. Aber dabei lerne ich auch dazu.

Susanne Rojahn: Ich bin sehr harmoniebedürftig. Manchmal gibt es aber Konflikte – zwischen Trainer und Vorstand oder Eltern und Trainer. Das stresst mich ein bisschen. Aber ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen, schlafe eine Nacht darüber und versuche, mich mit allen an den Tisch zu setzen, um sich auszutauschen oder Kompromisse zu finden.

Wie reagiert Euer Umfeld auf Euer Engagement?

Susanne Rojahn: Mein Ehrenamt ist in mein Leben integriert, man kennt mich nicht anders. Ich glaube, es wird gar nicht gesehen, dass ich ehrenamtlich arbeite. Es ist eben meine Aufgabe, die ich für den Verein mache. Ich habe meinen Mann beim Football kennengelernt. Er kennt die Leidenschaft. Meine Eltern auch.

Franziska Keich: Mit sehr viel Verständnis. Meine Mutter war selbst Abteilungsleiterin. Außerdem kann man vieles planen, wie die Trainingszeiten. Dann verabrede ich mich eben an den anderen Tagen oder nehme Freund:innen mit zum Spiel. Viel spielt sich natürlich auch im Verein ab.

Welche Fähigkeiten habt Ihr durch das Ehrenamt erworben?

Franziska Keich: Manchmal die Dinge laufen lassen und gelassener ein. Nicht bei jedem Konflikt, den andere Menschen untereinander haben, zu denken, ich muss das jetzt klären. Oft lösen sich Konflikte auch von selbst. Ich glaube auch, ich kann Menschen gut einschätzen, und auf Menschen eingehen, um herauszufinden, welche Interessen sie haben.

Susanne Rojahn: Geduld. Die Prozesse dauern manchmal etwas länger. Es kommt nicht immer gleich eine Antwort. Das betrifft alle Bereiche – Anschreiben an den Verband oder an Spielerinnen, an Trainer oder auch an den LSB.

Wie nehmt Ihr die Rolle von Frauen in Berliner Sport wahr?

Susanne Rojahn: Ich glaube, es kommt immer auf die Sportart an. Von Männern dominierte Teamsportarten sehe ich noch als Randsportart. Viele wissen gar nicht, dass Football auch eine Sportart für Frauen ist. Frauenfootballball wird immer noch belächelt, obwohl wir auf einem hohen Leistungsniveau spielen und erfolgreich sind. Im Ehrenamt gibt es unglaublich wenig Frauen in Führungspositionen. Ich sehe aber, dass es mehr werden. In unserem Vorstand waren früher nur Männer.

Franziska Keich: Bei der Vereinsmanagement-Ausbildung ist mir aufgefallen: Die Dozenten sind vor allem Männer. Und beim Sport: Frauen werden oft noch belächelt oder es kommen bestimmte Kommentare.  Auch in den Vorständen gibt es noch wenig Frauen. Wenn ich zur Abteilungsleiterversammlung gehe, sind da deutlich weniger Frauen als Männer. Obwohl im Berliner Basketball Verband schon viel passiert in Richtung Frauen- und Mädchenförderung.

Es verändert sich also etwas?

Franziska Keich: Ich würde sagen, ja, es gibt viel mehr Menschen, die sich zum Beispiel für Mädchenbasketball einsetzen und auch mehr Trainerinnen in bestimmten Positionen. Zwar wächst der weibliche Basketball, aber es könnte noch deutlich mehr sein. Relativ gesehen liegt die Partizipation im Spielbetrieb bei unter einem Viertel. In diesem Jahr findet die Frauenbasketball-WM in Berlin statt, da erhoffen wir uns alle noch einen weiteren Push.

Welche Nachteile für Frauen im Sport nimmst du wahr?

Franziska Keich: Zum Beispiel die Hallenzeiten. Mädchen und Frauen haben deutlich weniger Hallenzeiten als Männer und oft auch nicht die besten Hallen. Aber ohne Hallenzeiten können keine neuen Mädchenteams aufgebaut werden. Unser Sportamt in Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt das, wo es geht, aber natürlich gibt es da auch viele Hürden.

Was müsste sich für Frauen im Sport verbessern?

Franziska Keich: Mädchen und Frauen müssten sichtbarer werden – als Spielerinnen, als Trainerinnen, als Ehrenamtliche, als Dozentinnen.

Susanne Rojahn: Die Verbände müssten mehr für die Frauen machen und ihre Sichtbarkeit verbessern. Zum Beispiel unser Verband: Cheerleading wird viel beworben, auch Flag Football. Aber Frauentacklefootball fast gar nicht. Es entwickelt sich etwas, z. B. werden Camps für junge Mädchen organisiert – aber die Trainer sind oft Männer. Es gibt zu wenig Trainerinnen bei solchen Veranstaltungen. Ich denke junge Mädchen scheuen sich, zum Football zu gehen, weil der Sport von Jungen dominiert wird. Ich kenne das aus eigener Erfahrung.

Erlebt Ihr, dass Sport im Verein Frauen stärkt?

Susanne Rojahn: Ja, natürlich. Man sieht, wie sich die Mädchen bei uns entwickeln – charakterlich und wie sie selbstbewusster werden. Manche sagen am Anfang kein Wort. Im zweiten Jahr sind sie schon redegewandter und irgendwann übernehmen sie eine Führungsposition im Team. 

Franziska Keich: Auf jeden Fall. Durch die Gemeinschaft mit anderen Menschen. Durch gemeinsames Gewinnen und Verlieren. Zusammen etwas erreichen, sich engagieren außerhalb von Schule oder Arbeit – das macht stärker. Deshalb müssen wir noch viel mehr Mädchen und Frauen für den Sport gewinnen.  

Fühlt Ihr Euch als Vorbild?

Franziska Keich: Ehrlich gesagt mag ich diese Frage nicht. Das sollen lieber andere beurteilen.

Susanne Rojahn: Gar nicht. Ich denke tatsächlich, dass man mich nicht sieht.

Was wünscht Ihr Euch für Frauen im Sport?

Franziska Keich: Dass Mädchen und Frauen die gleichen Möglichkeiten haben. Dass es die Position von Mädchen- und Frauenbeauftragten nicht mehr gibt, weil Mädchen und Frauen die gleichen Möglichkeiten haben. Dass wir nicht mehr darüber reden müssen – ich würde viel lieber über Basketball reden.

Susanne Rojahn: Mehr Sichtbarkeit und mehr Unterstützung – gerade für eine Randsportart. 

Was bedeutet der Internationale Frauentag für Euch?

Susanne Rojahn: Frauen sollten immer geehrt werden, nicht nur am 8. März. Aber es ist ein schöner Tag, an dem ihnen gedankt wird und der ihnen Sichtbarkeit bringt – im sportlichen und beruflichen Kontext. Frauen sollten den Tag genießen, sich verwöhnen lassen und sich ihre Stärken bewusst machen.

Franziska Keich: Der Tag ist ein wichtiges Symbol, der sichtbar macht, dass es noch ein langer Weg zur Gleichberechtigung ist. Aber eigentlich möchte ich, dass sie das ganze Jahr stattfindet, dass Mädchen und Frauen die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben.

Interview: Angela Baufeld

Foto: Jürgen Engler