Heimspiel bei den Jugendfinals

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Ebenezer Adeniran tritt im 3x3-Basketball am 13./14. Juni im Sportforum Berlin an

 

Wenn am 13. und 14. Juni im Sportforum Berlin in Hohenschönhausen die Berliner Jugendfinals ausgetragen werden, geht es für viele Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler um Meistertitel, Qualifikationen und große Ziele. Einer von ihnen ist Ebenezer Adeniran. Der 18-Jährige tritt im 3x3-Basketball an – und spielt dabei erstmals bei den Berliner Jugendfinals.

Für Ebenezer ist es mehr als nur ein weiteres Turnier. „Ich finde es für mich einfach sehr cool, dass ich sowas miterleben kann“, sagt er. „Kann sein, dass da auch Scouts sein werden. Deswegen werde ich mich auf jeden Fall vorbereiten.“

Der Berliner spielt eigentlich klassischen Basketball. In der vergangenen Saison stand er für die Nachwuchsbundesliga-Mannschaft der BG Zehlendorf auf dem Feld. Seine Position: Point Guard. Doch in den vergangenen Jahren hat ihn eine andere Variante des Spiels immer mehr begeistert – 3x3 Basketball.

Zum ersten Mal kam er vor rund drei Jahren damit in Berührung. Sein älterer Bruder spielte bereits beim Berliner Basketball Verband und nahm ihn mit. „Da waren viele coole Spieler“, erinnert sich Ebenezer. „Ich dachte: Okay, ich kann da mehr meine Skills zeigen und wie ich spiele.“

Seitdem lässt ihn die Disziplin nicht mehr los. Im Gegensatz zum klassischen Fünf-gegen-Fünf wird beim 3x3 auf einen Korb gespielt, das Spiel ist schneller, direkter und körperlicher. Genau das gefällt ihm. „Ich finde 3x3 besser, weil ich einfach freier spielen kann. Ich kann zeigen, was ich kann. Und es ist so ein schnelles Spiel – das mag ich.“

Inzwischen hat Ebenezer bereits zahlreiche Turniere gespielt – in Berlin, Dresden, Polen und Bad Hersfeld. 2024 wurde er sogar zum Nationalmannschafts-Camp eingeladen. Für die deutsche Auswahl hat es bislang noch nicht gereicht. Aufgeben kommt für ihn trotzdem nicht infrage.

„Mein Coach meinte, ich soll einfach weiterspielen“, erzählt er. „Auch bei der jetzigen U22 sind nicht alle direkt gesichtet worden. Manche haben einfach weiter Turniere gespielt und irgendwann ihre Chance bekommen.“

Sein Ziel ist klar: „Ich will schon unbedingt irgendwann für Deutschland spielen.“

Zu den Berliner Jugendfinals reist er gemeinsam mit drei Teamkollegen an. Die Mannschaft hat sich selbst gefunden. Alle kennen sich aus gemeinsamen Jahren im Vereinsbasketball und treffen sich regelmäßig in einer Halle in Zehlendorf, um gemeinsam zu trainieren.

„Wir kennen uns jetzt schon seit fünf Jahren“, sagt Ebenezer. „Deswegen können wir gut zusammenspielen.“

Bei den Jugendfinals geht es für das Quartett um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Gleichzeitig findet die Veranstaltung erstmals gemeinsam mit dem Familiensportfest des Landessportbunds Berlin statt. Rund 60 Sportverbände, Vereine und Organisationen präsentieren sich im Sportforum mit mehr als 100 Mitmachangeboten. Parallel werden die Berliner Meisterschaften in zehn Sportarten ausgetragen – von Judo und Fechten über Leichtathletik bis hin zu 3x3 Basketball.

Für Ebenezer ist die besondere Atmosphäre ein zusätzlicher Anreiz. Viele seiner bisherigen Turniere fanden außerhalb Berlins statt. Nun spielt er vor heimischem Publikum.

„Ich mag es, wenn viele Zuschauer da sind“, sagt er. „Wenn ich hier spiele, dann kriegen das alle mit.“ Über Instagram will er ankündigen, dass er am Wochenende auf dem Court stehen wird. Und sein Bruder wird ziemlich sicher zuschauen.

Wie weit ihn der Basketball einmal tragen wird, weiß der 18-Jährige noch nicht. Nach der Nachwuchsbundesliga möchte er weiter auf hohem Niveau spielen, möglicherweise in der Regionalliga oder ProB. Langfristig träumt er vom Profisport. Im klassischen Basketball reizt ihn die EuroLeague, im 3x3 die Nationalmannschaft.

Zunächst wartet aber das Heimspiel im Sportforum. Und vielleicht der nächste Schritt auf dem Weg zu seinen großen Zielen.

Franziska Staupendahl