Insgesamt 60 Prozent der Berliner*innen befürworten nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Dimap eine Bewerbung Berlins für die Olympischen und Paralympischen Spiele. In der vom Deutschen Olympischen Sportbund beauftragten Studie sagen 38 Prozent „Ja“ zu den Spielen in Berlin, 22 Prozent sagen „eher Ja“. Die Bewerbung Berlins um Olympia ist darüber hinaus sehr gut bekannt: 77 Prozent der befragten Berliner*innen haben von der Bewerbung Berlins um die Olympischen und Paralympischen Spiele gehört.
„Das Umfrageergebnis bestätigt, was wir in den vielen Tausend Gesprächen im Verlauf unserer Volksinitiative erfahren haben: Die Berliner*innen sind in der Mehrheit begeistert von Olympischen und Paralympischen Spielen. Sie freuen sich auf erstklassigen Sport und das Erlebnis, viele Menschen aus aller Welt in ihrer Stadt willkommen zu heißen“, sagt Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds.
Die grundsätzliche Befürwortung von Olympischen und Paralympischen Spielen in Berlin fällt in allen Altersgruppen hoch aus: 63 Prozent (Ja / eher Ja) der jungen Menschen zwischen 18 bis 29 Jahren unterstützen die Austragung der Spiele in Berlin, in der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen sind es 65 Prozent, in der Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen 58 Prozent und in der Gruppe der über 60-Jährigen 59 Prozent. „Besonders bemerkenswert ist, dass 63 Prozent der 18 bis 29-Jährigen die Bewerbung befürworten. Dieser Wert unterstreicht das Motto: „Gebt die Spiele den Kindern“, das der LSB Berlin seiner Unterstützung für die Bewerbung vorangestellt hat“, sagt Härtel: „Bei den Aktionen zur Unterschriftensammlung für die Volksinitiative haben auch wir berechtigte Fragen zur Durchführung und Kosten gehört. Allgemein aber war das Verständnis groß, dass an diesen Konzepten permanent gearbeitet werden muss und es noch keine finalen Antworten geben kann. Deshalb sind die Bürgerbeteiligungsformate wichtig, um Anregungen zu erhalten, die in das Konzept einfließen können.“
Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts lassen sich diejenigen, die derzeit gegen eine Bewerbung Berlins eingestellt sind, von Sachargumenten überzeugen: 71 Prozent derjenigen, die eine Bewerbung Berlins ablehnen, würden ihre Meinung ändern, wenn sie wüssten, dass die Vorteile von Olympia in Berlin überwiegen. 74 Prozent ließen sich überzeugen, wenn Olympia „gut für die Wirtschaft, Barrierefreiheit und Modernisierung“ wäre. „Deshalb sind die Bürgerbeteiligungsformate wichtig, um Anregungen zu erhalten, die in das Konzept einfließen können“, sagt Härtel.
"Die Umfrage ist auch ein Signal an die Sportverbände in Deutschland: Die Berliner*innen sind mehrheitlich auf der Seite der Befürwortenden. Und sie sind so, wie unsere Stadt ist: offen und debattenfreudig. Auf jeden Fall ist das Berliner Konzept stimmig und enthält viele Aspekte zur Förderung des Sports, die allen Berliner*rinnen zugutekommen werden. Und das nicht nur während der Zeit der Spiele sondern nachhaltig im Sinne einer Sportentwicklung und von Sportstätten für alle“, erklärt Thomas Härtel.
