LSB fordert Mittel aus Sondervermögen des Bundes auch für den Sport

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Das Geld wäre gut angelegt, denn der Investitionsstau bei Sportstätten ist groß

Der Landessportbund Berlin (LSB) appelliert an den Berliner Senat, Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ des Bundes auch für den Sport einzusetzen.  „Wir fordern, dass zehn Prozent der jährlichen Mittel im Sport umgesetzt werden. Für Berlin sind das rund 43,4 Millionen Euro pro Jahr“, sagt LSB-Präsident Thomas Härtel. „Das Geld wäre gut angelegt, denn der Investitionsstau bei den zentralen Sportanlagen wie Sportforum Hohenschönhausen und Olympiapark sowie den bezirklichen Sportstätten und den Berliner Bädern beträgt rund 1,2 Milliarden Euro“, so Thomas Härtel. Er betont: „Die Bundesmittel müssen natürlich zusätzlich investiert werden und dürfen kein Vorwand sein, um im Vorfeld der Haushaltsverhandlungen Geld im Landeshaushalt zu sparen.“

Die Bundesregierung erarbeitet derzeit die haushaltsmäßigen Voraussetzungen, wie das Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ in Höhe von insgesamt 500 Milliarden Euro ausgegeben wird. Für die Länder sollen davon rund 100 Milliarden für die nächsten zwölf Jahre festgelegt werden. Eine zurzeit in Erarbeitung befindliche Bund-Ländervereinbarung soll die Voraussetzungen für die Umsetzung des Programms schaffen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Landessportbünde fordern angesichts des hohen bundesweiten Sanierungsbedarfs für die Sporthaushalte in den Bundesländern rund zehn Prozent dieser Mittel. Damit könnten den Bundesländern pro Jahr etwa 833 Millionen zur Verfügung stehen. Davon bekäme Berlin nach dem Königsteiner Schlüssel rund fünf Prozent.