Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein Trend: Energieeffiziente Sportstätten, soziale Teilhabe, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder klimagerechte Vereinsarbeit – immer mehr Organisationen im Sportbereich möchten Projekte umsetzen, die ökologisch, sozial und wirtschaftlich verantwortungsvoll sind. Die gute Nachricht: Es gibt eine Vielzahl an nationalen und internationalen Förderprogrammen, die genau solche Vorhaben unterstützen.
Europa
Auf europäischer Ebene bietet das EU-Programm LIFE gezielte Förderung für Umwelt-, Natur- und Klimaschutzprojekte. Es richtet sich an Vorhaben mit Modellcharakter und unterstützt sowohl öffentliche als auch private Projektträger.
Das Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa eröffnet Förderchancen für größere Innovations- und Kooperationsprojekte, z. B. zur Entwicklung neuer Bildungs- oder Umweltkonzepte. Ergänzend dazu fördert Erasmus+ vor allem den europäischen Austausch im Bereich Bildung, Jugend und Sport – inklusive nachhaltigkeitsbezogener Themen.
Ein besonders vielseitiges Instrument ist der Europäische Sozialfonds Plus (ESF+). Er unterstützt Projekte zur Beschäftigung, Bildung und sozialen Teilhabe – Nachhaltigkeit und Green Economy sind dabei wichtige Querschnittsthemen. Im Bundesprogramm „Nachhaltig wirken – Förderung des gemeinwohlorientierten Unternehmertums“ etwa sollen künftig gezielt nachhaltige, soziale Geschäftsmodelle gefördert werden.
Einen weiteren wichtigen Beitrag leisten die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds: Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung, Digitalisierung und grünen Infrastruktur. Der Fonds für einen gerechten Übergang (JTF) wiederum soll Regionen beim Wandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft gezielt begleiten – etwa durch Investitionen in nachhaltige Arbeitsplätze oder Energieeffizienz.
Bund, Länder und Kommunen
Auch auf nationaler Ebene gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten. Verschiedene Bundesministerien, insbesondere für Umwelt, Wirtschaft und Ernährung, bieten Programme zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung an – von Bildung über Klimaschutz bis Ressourcenschonung.
Darüber hinaus verfügen die Bundesländer über eigene Förderprogramme, häufig mit Fokus auf regionale Innovationsförderung oder Umweltbildung. Für besonders innovative Vorhaben werden in Einzelfällen auch Individuallösungen gefunden – hier lohnt sich eine direkte Anfrage bei den Förderstellen. In Städten und Kommunen gibt es ergänzende Programme, wie etwa in Berlin das Förderprogramm SolarPLUS, das gezielt die Nutzung von Solarenergie auf kommunalen und zivilgesellschaftlichen Gebäuden unterstützt.
Als starker Finanzpartner fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) insbesondere Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und klimafreundliche Infrastrukturen – mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen.
Stiftungen
Zahlreiche Stiftungen wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Robert Bosch Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Stiftung Mercator oder auch die internationale Rockefeller Foundation fördern Projekte an der Schnittstelle von Umwelt, Bildung, Innovation und Gesellschaft.
Lotterien
Auch Soziallotterien leisten wichtige Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung: Die Aktion Mensch etwa unterstützt barrierefreies Bauen und inklusive Bildungsangebote, die ClimaClic-Lotterie fördert gezielt Klimaschutzprojekte, und bei der Deutschen Postcode Lotterie können sich auch kleinere Organisationen mit guten Ideen bewerben.
Nicht zuletzt ist auch Fundraising ein wirkungsvoller Weg zur Finanzierung nachhaltiger Projekte – gerade dann, wenn Förderprogramme nicht passen oder zusätzliche Mittel benötigt werden.
