Dazu stellt LSB-Präsident Thomas Härtel fest: „Die Demokratie entfaltet ihre Stärke, wenn wir miteinander reden. Gerade dann, wenn es unterschiedliche Meinungen gibt wie zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Bei der Volksinitiative des Landessportbunds Berlin haben annähernd 30.000 Menschen ihre Zustimmung zur Bewerbung persönlich zum Ausdruck gebracht, im Berliner Sport gibt es mehr als 820.000 Mitgliedschaften. Als deren Vertretung erwarten wir, dass ihre Meinungen nicht einfach vom Tisch gewischt werden. Und wir erwarten von Frau Eralp, die Regierende Bürgermeisterin werden möchte, die Bereitschaft zur inhaltlichen Diskussion – auch über die Bewerbung. Eine Stadtgesellschaft zu einen, gelingt nach unserer Überzeugung vor allem durch Fairness und respektvollen Austausch.“
Am Dienstag hat die Evaluierungskommission des DOSB nach Prüfung einer langen Detailliste das Bewerbungskonzept Berlin+ auf Rang drei gesetzt – hinter München und Rhein-Ruhr (Köln).
München (87,03 von 100 Punkten) und KölnRheinRuhr (85,02 Punkte) werden aufgrund ihrer Bewertung in den Kategorien „Sportfachliche & operative Eignung“ sowie „Internationale Strahlkraft & Nationale Akzeptanz“ im Abschlussbericht als „sehr gut“, das Konzept Berlin+ (74,64 Punkte) als „gut“ eingestuft. Abstriche bekam Berlin vor allem aufgrund des durch die Verfassung der Stadt nicht möglichen Bürgerreferendums. Ohne Zweifel war bei der Beurteilung, dass Berlin die Stadt mit der größten internationalen Strahlkraft ist.
Am Samstag entscheiden die Olympischen Spitzenverbände über den deutschen Bewerber um Olympische und Paralympische Spiele.
