"Die deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele findet in der Berliner Bevölkerung eine breite Zustimmung. Das unterstreicht die zweite Befragung durch das dimap-Institut. Mehr als 60 Prozent der Befragten in den Altersgruppen über 18 Jahren befürworten die Bewerbung grundsätzlich, und vor allem die Jüngeren sagen Ja zu den Spielen", sagt Thomas Härtel, Präsident des LSB Berlin. "Mit 56 Prozent ist auch die Befürwortung für die Berliner Bewerbung gefestigt. In den nächsten Wochen haben jetzt alle Berliner*innen die Möglichkeit, das kürzlich vorgestellte Konzept Berlin+ genau kennen zu lernen. Sie werden sehen, dass es nachhaltig ist und beste Voraussetzungen bietet, stimmungsvolle Spiele für alle Berliner*innen, Gäste aus aller Welt und die Athlet*innen zu gestalten. Was besonders wichtig ist: Die Zustimmung zu den Spielen erfolgt parteiübergreifend. Mit den Spielen wollen wir unsere Stadt weiter entwickeln in eine Stadt mit einer funktionierenden Sportinfrastruktur, die allen Menschen den Zugang zu Sport und Bewegung ermöglicht. Mit den Spielen gestalten wir die Zukunft für die Jugend von heute und unterstützen damit alle Generationen, fit zu werden und fit zu bleiben. Das stabile Stimmungsbild für die Bewerbung in Berlin bestätigt das Konzept. Vier von fünf Berliner*innen wissen um die Bewerbung, dieser Wert wird in den kommenden Monaten noch steigen. Wir sind zuversichtlich, dass auch die Zustimmung wachsen wird."
Für die Umfrage wurden vom 26. bis 30. Mai erneut 1.205 Berlinerinnen und Berliner befragt. Im Vergleich zur ersten Umfrage im März ist die Zustimmung in Berlin zwar um vier Prozentpunkte von 60 auf 56 Prozent gesunken. Besonders bemerkenswert ist die parteiübergreifende Zustimmung: Überdurchschnittlich hoch fällt sie bei den Anhängerinnen und Anhängern der SPD aus (76 Prozent „Ja“ oder „eher Ja“), gefolgt von CDU (66 Prozent) und Grünen (65 Prozent). Aber auch bei den Wählerinnen und Wählern der Linken (56 Prozent) sowie der AfD (51 Prozent) überwiegt die Zustimmung zur Berliner Bewerbung.
Auch in den verschiedenen Altersgruppen findet die Bewerbung mehrheitlichen Rückhalt. Bei den 18- bis 29-Jährigen sprechen sich 65 Prozent für die Spiele in Berlin aus – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber der ersten Umfrage. In der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen liegt die Zustimmung ebenfalls bei 65 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen bei 51 Prozent. Auch bei den über 60-Jährigen liegt die Zustimmung mit 49 Prozent leicht vor den 47 Prozent, die mit „Nein“ oder „eher Nein“ antworteten.
Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass die Bewerbung weit über einzelne Kieze oder politische Milieus hinaus Rückhalt genießt. In elf der zwölf Berliner Bezirke sprechen sich mehr Menschen für als gegen Olympische und Paralympische Spiele in Berlin aus. Besonders hohe Zustimmungswerte erreichen Reinickendorf (68 Prozent), Neukölln (63 Prozent) sowie Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg (jeweils 60 Prozent). Damit findet die Bewerbung in nahezu allen Teilen der Stadt eine Mehrheit. Mit 35 Prozent Zustimmung stellt Friedrichshain-Kreuzberg innerhalb der Berliner Bezirkslandschaft eine deutliche Ausnahme dar und wirkt sich entsprechend auf das Gesamtergebnis aus.
Kaweh Niroomand, Olympiabeauftragter des Landes Berlin, sagt: „Das zeigt, dass viele Menschen die Spiele nicht durch die Brille parteipolitischer Debatten betrachten, sondern danach, welchen Nutzen sie für Berlin bringen. Natürlich werden wir uns auf diesen Zahlen nicht ausruhen. Jetzt kommt es darauf an, weiter transparent zu informieren, Fragen offen zu beantworten und deutlich zu machen, welche Chancen die Spiele für Sport, Stadtentwicklung, Barrierefreiheit und den Zusammenhalt in unserer Stadt bieten. Wer die Menschen überzeugen will, muss mit ihnen im Gespräch bleiben. Genau das werden wir auch weiterhin tun.“
