In den vergangenen Tagen diskutierten im Manfred von Richthofen-Haus des Landessportbunds Berlin Historiker*innen darüber, wie Sportgeschichte im 21. Jahrhundert geht und was uns die vergangenen Jahre gelehrt haben.
Im 20. Jahrhundert gab es die deutsche Teilung und Wiedervereinigung, im 21. Jahrhundert will das Konzept Berlin+ diese Einheit in die Olmypiabewerbung Berlins um Olympische Spiele und Paralympische Spiele bringen. Gemeinsam mit Leipzig und Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen mit Aachen/Reiten stellt das Berliner Konzept tatsächlich eine Bewerbung der Einheit, der Sportnation Deutschland dar.
Der Sport vereint, das hat schon die Wiedervereinigungsfeier in der Nacht vom 2. zum 3. Oktober 1990 gezeigt, als die Bundesflagge vor dem Reichstag aufgezogen wurde. Es waren junge Sportlerinnen und Sportler aus den ehemals getrennten Teilen West- und Ostberlins, die von der Sportjugend Berlin vom Bundesinnenministerium ausgewählt worden waren und die Flagge trugen.
In keiner gesellschaftlichen Gruppierung gelang die Einheit so schnell wie im Sport. Heute ist der Olympiastützpunkt Berlin, beheimatet im Sportforum, einer der führenden in Deutschland. Im Olympiapark am Olympiastadion Berlin trainieren Spitzenathlet*innen, die Profivereine der Sportmetropole spielen in Ost und West. In drei Eliteschulden des Sports werden junge Athlet*innen ausgebildet.
Olympische und Paralympische Spiele, die allen Menschen in Berlin eine sportliche und aktiv bewegte Zukunft bringen, sind dann nicht nur ein Fest des Sports für einige Woche im Sommer im 21. Jahrhundert, sie sind ein deutliches Zeichen der Gemeinschaft, der Einheit und des Respekts füreinander und untereinander. Berlin+ - das gilt für das Bewerbungskonzept, aber insbesondere für den Zusammenhalt, den die Bewerbung fördert.
