25.000 Gäste bei den Familiensportfesten in den Kiezen

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Ein Berliner Sonntag ganz im Zeichen des Sports.

Die Familiensportfeste des LSB in Zusammenarbeit mit den Berliner Sportvereinen und den Bezirkssportbünden haben es möglich gemacht: Bei strahlendem Sonnenschein nutzen 25.000 Berliner*innen mit ihren Kindern die Gelegenheit, in zehn Bezirken aktiv Sport zu treiben und das Sportangebot der Vereine in ihrem Kiez kennenzulernen.

„Die integrative Kraft des Sports ist einzigartig“, stellte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner im Spandauer Südpark fest. Das Parkgelände nahe der Heerstraße  ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein sportbetonter Park aussehen kann, ein Prototyp praktisch für Gelände, die durch die Ausrichtung von Olympischen und Paralympischen Spielen in ganz Berlin entstehen sollten. Tennisfelder auch für Padel, Beachvolleyball, Sportgeräte auch für ältere Menschen und vieles mehr – Wegners Heimatbezirk zeigt sich sportlich. Und der heimatverbundene Regierende Bürgermeister, der klar feststellte, dass die Sportentwicklung einer der Schwerpunkte seiner politischen Arbeit ist, konnte für ihn Neues entdecken im Spandauer Sportangebot. Zum Beispiel, dass es auch einen Segelflugverein gibt, bei dem er sich gleich einmal am Modell die Details erklären ließ. Oder die Feinheiten des Schachs…

Für den „Regierenden“ war es dann im gleißenden Sonnenschein auch eine Selbstverständlichkeit, seine Unterschrift bei der LSB-Initiative „Die Spiele für Berlin“ zu setzen. So wie viele andere Besucher*innen ebenfalls, die sich Spiele in ihrer Stadt gut vorstellen können. Vor allem dann, wenn der Breitensport profitiert.

„Wir wollen einen Einblick in die Vielfalt des Berliner Sports geben, die Familien ansprechen, um zu zeigen, welche Angebote der Sport hat. Vielleicht werden Familien dadurch motiviert, Sportarten auszuprobieren und in Vereine hineinzuschnuppern. Es ist auch für Kinder ausgesprochen wichtig, sich zunächst einmal nicht nur auf eine Sportart zu konzentrieren, sondern zu schauen, was ihnen liegt und woran sie eine große Freude haben“, sagt LSB-Präsident Thomas Härtel.

Im Britzer Garten ließ er es sich nicht nehmen, am Gemeinschaftsstand der Rudergesellschaft Wiking und des Neuköllner Ruderclub Berlin auf dem Ergometer selbst aktiv zu werden. Unter Applaus der Umstehenden zeigte er Einsatz und Ausdauer – und bewies, dass auch an der Spitze des Sports echtes Engagement für Bewegung gelebt wird.

Das war auch in Schöneberg bestens zu erleben. Auf dem Gelände der Gerhard-Schlegel-Sportschule des LSB gab es vor allem großen Andrang beim Deutschen Sportabzeichen.  Groß war die Freude zum Beispiel bei Helga Kirmse (72) und ihren Töchtern Uta Kirmse (47) und Tabea Wehner (45) mit Lebensgefährte Marcel Witte (47). Sie haben sich zum ersten Mal der Herausforderung gestellt und auf Anhieb Gold geschafft. „Das fühlt sich gut an, ich bin glücklich“, sagte Helga Kirmse. Ihre Töchter hatten die Idee und brauchten ihre Mutter auch nicht lange zu überreden. „Es hat uns Spaß gemacht“, berichtet Tabea Wehner, „die Prüfer waren sehr motivierend und haben gute Technik-Tipps gegeben. Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei und bringen noch unseren Nachwuchs mit.“

In Pankow sammelten sich die Familien zwischen Basketballkörben, Fußball- und Tennisplätzen. Daneben Seniorensportangebote des LSB Partners Volkssolidarität und Tanzaufführungen des TSV Berlin-Wittenau 1896. Ein besonderes Highlight war das inklusive Fußballturnier.

In Tempelhof-Schöneberg wurde das Familienland zum Publikumsmagneten: Kinder flitzten durch einen sportlichen Parkour, der Geschick, Ausdauer und Spaß miteinander verband. Eltern, Großeltern und Geschwister feuerten sie an, klatschten und staunten – ein echtes Familienerlebnis.

LSB-Präsident Thomas Härtel war begeistert vom Berliner Sport-Sonntag. „Unser Konzept, das Familiensportfest alle zwei Jahre in den Bezirken zu veranstalten, ist ein echter Erfolg. Sehr viele Menschen haben sich begeistert davon gezeigt, die Angebote der Sportvereine bei sich um die Ecke kennenzulernen. Darüber hinaus fanden sie es gut, schnell und spontan Sportangebote nutzen zu können. Dadurch, dass wir in vielen Bezirken unterwegs sind, können wir mehr Angebote unterbreiten als konzentriert auf einem Gelände. Wir haben heute sehr viele Anregungen bekommen, die wir in die Weiterentwicklung des Konzepts einbringen können. Enorm, was die Vereine leisten – das haben die Berliner*innen heute live erlebt.“

Das Familiensportfest 2026 wird wieder an einem zentralen Platz stattfinden.„Wir planen derzeit als Veranstaltungsort das Sportforum Hohenschönhausen, dann in Verbindung mit einem Wochenende der Berliner Jugendmeisterschaften in vielen Sportarten“, erklärt LSB-Direktor Friedhard Teuffel.