Zweiter sportpolitischer Dialog im Roten Rathaus

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Olympia und Paralympics liebend gern in naher Zukunft in Berlin – Verbesserungen aber im Hier und Jetzt!

Nach der Kuratoriumssitzung zu Berlins Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele konnten einige Protagonisten einfach sitzen bleiben: Die Fortsetzung des sportpolitischen Dialogs stand im Roten Rathaus an, zu der der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner und Sportsenatorin Iris Spranger eingeladen hatten.

Das zentrale Thema war auch hier Berlins Bewerbung um die Spiele. Der Olympiabeauftragte Kaweh Niroomand präsentierte  den etwa 80 anwesenden Vertreter*innen von Berliner Sportvereinen und Verbänden den aktuellen Stand der  Bewerbung. Es soll die einer Weltstadt sein, die mit enorm viel vorhandener Infrastruktur und einer breiten Zustimmung in der  Bevölkerung gegen die Mitbewerber punkten wird.

Der Fokus der Diskussionen war gerichtet auf die Zukunftsfähigkeit Berlins vor dem Hintergrund der Bewerbung: „Gebt die Spiele den Kindern und der Jugend von heute“, so lautet ein zentrales Motto. Was aber noch getan werden muss, damit die Kinder von heute in einigen Jahren eine olympische und paralympische Sportmetropole vorfinden werden, darüber wurde an  im Roten Rathaus intensiv diskutiert.

LSB-Präsident Thomas Härtel betonte, das  „der Berliner Sport und aus voller Überzeugung hinter der Bewerbung“ stehe. Aber der LSB erwarte spürbare Verbesserungen für den Sport. Während Kai Wegner verdeutlichte, dass trotz harter Haushaltsverhandlungen und einer bevorstehenden weiteren Verhandlung um den nächsten Haushalt so viel Geld wie nie für die Sanierung der Sportinfrastruktur zur Verfügung steht, gestand er auch ein: „Wir haben zu wenig in die Sportinfrastruktur investiert.“  Und so ist das Geld durch unterschiedliche Fördertöpfe noch immer zu wenig, um das Problem nachhaltig zu lösen.

Der Sport steht hinter der Bewerbung, das ist nicht erst seit dem Dialog klar. Wie wichtig aber nicht nur der Grundsatz ist, sondern auch die Bedingungen für den Sport im Detail, war den Vereinen und Verbänden bei der Veranstaltung ein großes Anliegen. Die Querelen um das Landesleistungszentrum Rudern, die Regattastrecke Grünau und die weiterhin andauernden Streitereien mit den Bezirken über die Steganlagengenehmigungen bewegen zum Beispiel den Wassersport und sind für ihn ein wichtiger Gradmesser, ob Berlin sportpolitisch die richtigen Weichen stellt.

Auch beim Thema Barrierefreiheit ist Berlin in der Pflicht nachzusteuern und sowohl die verkehrlichen Anbindungen als auch die Sportstätten zugänglicher zu machen für alle Menschen. Wegner versprach, sich einiger sehr konkreter Probleme persönlich widmen zu wollen, stellte aber auch die Wirkung der Verwaltungsreform als Lösung dar. So wird es in Kürze möglich sein, eine zentrale Steuerung des Senats gegenüber den Bezirken durchzusetzen.

Eine Entwicklung, die nur gut sein kann für den organisierten Sport in Anbetracht der Herausforderungen. Gern dann mit der konkreten Aussicht auf Olympische und Paralympische Spiele in Berlin.