Landessportbund Berlin mit Volksinitiative „Die Spiele für Berlin“ am Ziel

Für seine Volksinitiative „Die Spiele für Berlin“ hatte der Landessportbund Berlin mehr als die erforderlichen 20.000 Unterschriften gesammelt und die Listen nach Weihnachten dem Berliner Abgeordnetenhaus überreicht. Der LSB hatte die Initiative im Sommer gestartet, um einen Beschluss des Abgeordnetenhauses für die Bewerbung Berlins um Olympische und Paralympische Spiele zu erreichen. „Mit der Volksinitiative geht es uns nicht allein um die Bewerbung, sondern insgesamt um mehr Bewegung und Sport für unsere Stadt“, sagt LSB-Präsident Thomas Härtel: „Wir wollen einen Sport für alle und fangen bei den Kindern an. Deshalb fordern wir auch ein tägliches Sportangebot an allen Berliner Schulen. Es braucht zudem mehr Sportstätten in Berlin, Plätze, Hallen und Schwimmbäder. Und nicht zuletzt wird der Sport von ehrenamtlichem Engagement getragen, das nicht nur wertgeschätzt, sondern auch entlastet werden muss. All das gehört zu unseren Zielen der Volksinitiative und ich möchte mich bei allen bedanken, die zu dieser Teamleistung beigetragen haben.“

Bis Weihnachten hatte der Landessportbund noch bei einigen Sportveranstaltungen mit Volunteers Unterschriften gesammelt. Zum Beispiel beim Heimspiel von Hertha BSC gegen Bielefeld oder beim Weihnachtssingen des 1. FC Union. „Für uns ist es sehr wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Meinung zu einer Bewerbung zu erfahren. Durch die Volksinitiative sind wir in einen intensiven Austausch gekommen und haben sehr viel Unterstützung erfahren. Den Großteil der Unterschriften hatten wir nach den Herbstferien gesammelt, das waren mehr als 15.000“, sagt LSB-Direktor Friedhard Teuffel.

Manche Großvereine, allen voran der Berliner TSC, der SC Siemensstadt und Kaizen hatten alleine jeweils viele hundert Unterschriften gesammelt. Aber auch kleinere Vereine mit bis zu 100 Mitgliedern hatten in den vergangenen Wochen Unterschriftsbögen an den LSB geschickt. Auch Athlet*innen und Trainer*innen hatten viele Unterschriften gesammelt, und die Profiklubs der Sportmetropole Berlin waren tatkräftig eingebunden. „In den Gesprächen haben wir oft als gemeinsame Motivation gehört, dass es um bessere Bedingungen für Kinder und Jugendliche geht. Das passt zu unserem Leitsatz: Gebt die Spiele den Kindern“, sagt Friedhard Teuffel. „In den kommenden Wochen werden wir die Reaktionen, die wir erfahren haben, auswerten und in den Bewerbungsprozess einbringen. Das wird auch eine gute Grundlage für das Beteiligungsverfahren sein.“

 

Der Startschuss ist gegeben zur Volksinitiative "Die Spiele für Berlin". Berliner Sportvereine und Sportverbände haben begonnen, die Volksinitive des Landessportbunds Berlin für eine Bewerbung Berlins um Olympische und Paralympische Spiele tatkräftig zu unterstützen.

Viele von ihnen haben vom LSB ein Box erhalten, die sie in der Geschäftsstelle aufstellen, um dort Unterschriftenlisten einzusammeln. Vereinsmitglieder sammeln bei Vereinsfesten, beim Absegeln, bei Ruderregatten oder in den Trainingsgruppen.

Alle, die für eine Bewerbung mit den Forderungen des LSB sind, können dabei helfen, dass der Berliner Sport die Bewerbung unterstützt und dabei seine Vorstellungen von Olympischen und Paralympischen Spielen berücksichtigt sehen möchte.

Unterschreiben kann jede und jeder mit Wohnsitz in Berlin. Voraussetzung ist auch, dass das 16. Lebensjahr erreicht ist.

Die rechtlichen Vorgaben in Berlin für eine Volksinitiave sind deutlich: Es zählt nur die Original-Unterschrift; keine Kopie und eine digitale Unterschrift kann auch nicht abgegeben werden. Dazu muss stets die vollständige Adresse angegeben werden. Wenn mehrere Personen aus einem Haushalt unterschreiben, dann muss jede dieser Personen die Anschrift vollständig angeben. Die bekannten zwei Striche unter Straße, Hausnummer und Wohnort, die wir alle kennen und die so bequem und einfach sind, führen leider dazu, dass die Unterschrift ungültig wird.

Das ist deshalb wichtig, weil das Wahlamt bei Abgabe der Stimmzettel mittels Stichproben untersuchen wird, wieviel Unterschriften tatsächlich als gültig anerkannt werden. Und ungültig wird eine Stimme auch dann, wenn beim Geburtsdatum der 17.Januar 75 angeben wird statt dem 17. Januar 1975. Jede Kleinigkeit ist tatsächlich zu beachten.

Egal, ob auf dem Altstadtfest in Spandau, der Marathon-Messe, den Familiensportfesten, der Ehrenamtsgala oder oder oder - die Mitarbeitenden des LSB sind fleißig unterwegs. Ein Schwimmer der Bundestützpunkt - 13 Jahre alt - ist seine Straße abgelaufen, um bei den Nachbarn für seinen Olympia-Traum zu werben. Mehr als 100 Unterschriften kamen so zusammen.

Und so können alle, die möchten, den Sport in Berlin voran bringen:

Fordern Sie die Unterschriftenlisten beim Landessportbund Berlin an.

die-spiele-fuer-Berlin@lsb-berlin.de

Sammeln sie Unterschriften:

  • in Ihrer Mannschaft
  • in Ihrer Trainingsgruppe
  • im Freundeskreis
  • bei Ihren Nachbarn
  • am Arbeitsplatz
  • auf Geburtstagsfeiern
  • auf Weihnachtsfeiern
  • bei Vereinsfesten
  • bei Jubiläumsfesten
  • geben Sie Ihren Freunden Unterschriftenisten mit

Reden Sie mit Ihren Mitbürger*innen, erklären Sie ihnen die Bewerbung und die Forderungen. Legen Sie die Bögen nicht einfach auf einen Tisch oder Tresen, gehen Sie aktiv auf Menschen zu - sportlich eben. 

Machen Sie auf die Volksinitiative aufmerksam, diskutieren Sie über die Bewerbung. Auch wer dieser  kritisch gegenübersteht, hat sicher gute Gründe dafür. Tauschen Sie sich aus, teilen Sie ihre Begeisterung. Begeisterung kann ansteckend wirken.

Sammeln Sie die Bögen und schicken Sie diese bitte an den

Landessportbund Berlin

Bewerbung Olympische und Paralympische Spiele

Jesse-Owens-Allee 2

14053 Berlin

Wenn Sie viele Unterschriften gesammelt haben, kommen wir auch gerne bei Ihnen vorbei und holen die Bögen ab.

Gerne schicken wir Ihnen auch einen frankierten Umschlag zu, damit Sie die Unterschriftenbögen an den LSB Berlin schicken können.

Landessportbund Berlin führt Volksinitiative „Die Spiele für Berlin“ durch

Der Landessportbund Berlin hat am 2. Juli 2025 zur Unterstützung einer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele die Volksinitiative "Die Spiele für Berlin" gestartet. Seither sammelt der LSB dafür Unterschriften in der Berliner Bevölkerung. Mit der Bewerbung sollen fünf Ziele für den Sport in Berlin erreicht werden:

1. Berlin bewirbt sich mit Partnern als Kandidat des Deutschen Olympischen Sportbundes für Olympische und Paralympische Spiele.

2. Der Sport wird für alle gesellschaftlichen Gruppen gefördert und für Kinder wird in den Schulen ein tägliches Sportangebot stattfinden.

3. Im Zuge der Bewerbung erhält die Sanierung und der Neubau von Sportstätten und Schwimmbädern in Berlin hohe Priorität und finanzielle Absicherung.

4. Mit der Finanzierung der Spiele wird ein Fonds aufgelegt, der direkt in den Breitensport investiert, insbesondere in die personelle Sportförderung und die Sportinfrastruktur.

5. Das Verwaltungshandeln wird erleichtert und stärkt das ehrenamtliche Engagement im Sport und über den Sport hinaus.

Mit der Volksinitiative will der LSB einen Beschluss des Abgeordnetenhauses für eine Bewerbung im Sinne dieser fünf Forderungen erreichen. „Das vom Berliner Senat am 27. Mai beim Deutschen Olympischen Sportbund eingereichte Konzept Berlin+ ist aus unserer Sicht ein sehr guter Entwurf. Wie vom Senat vorgesehen, werden die Berliner*innen in den nächsten Monaten inhaltlich umfassend eingebunden, um dieses Konzept weiterzuentwickeln. Im Rahmen unserer Volksinitiative werden wir als LSB in den kommenden Monaten intensiv mit den Sportvereinen und Sportverbänden und mit an der Bewerbung interessierten Menschen und Organisationen diskutieren“, sagt LSB-Präsident Thomas Härtel.

Innerhalb von sechs Monaten müssen 20.000 in Berlin wahlberechtigte Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind, den Aufruf unterzeichnen. „Wir glauben fest daran, dass weitaus mehr Berliner*innen unterschreiben werden und damit auch ein Zeichen setzen, dass es sehr viele Menschen in unserer Stadt gibt, die die großen Chancen sehen, die Olympische und Paralympische Spiele für Berlin bieten“, sagt Thomas Härtel.

Da die Berliner Landesverfassung als einzige Möglichkeit, die Bevölkerung zur Frage der Bewerbung direkt abstimmen zu lassen, ein Volksbegehren und den darauf aufbauenden Volksentscheid vorsieht, hat der LSB auch diesen Weg geprüft. „Der DOSB hat in seinem Zeitplan für die Bewerberstädte und -regionen eine Frist für Abstimmungen bis Ende Juni 2026 vorgesehen, weil er sich im September 2026 für einen Kandidaten entschieden will. Die Prüfung mit der zuständigen Senatsverwaltung hat uns gezeigt, dass ein Volksentscheid aufgrund der Abläufe und Fristen bis dahin nicht mehr durchführbar ist. Deshalb haben wir uns für die Volksinitiative entschieden“, erklärt LSB-Direktor Friedhard Teuffel.

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Wir nehmen personenbezogene Daten als Trägerin der Volksinitiative gem. § 3 des Gesetzes über Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid (AbstG) in Verbindung mit Art. 4 Nr. 7 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)  in Empfang, um die Volksinitiative des Landessportbund Berlin durchzuführen. Ihre Unterzeichnung, Name, Geburtsdatum und Anschrift werden ausschließlich zur Durchführung der Volksinitiative erhoben und weitergeleitet. Die Löschung der Daten erfolgt zum Ende der Volksinitiative. Art, Umfang und Zweck der Datenerhebung und -zuleitung erfolgt auf Basis der DSGVO und § 42 Abs. 1 und Abs. 7 AbstG. Die Art und Dauer von Datenerhebung und -zuleitung durch den Landessportbund ist begrenzt auf die Durchführungsdauer der Volksinitiative gem. §§ 7 Abs. 3, 42 Abs. 4 AbstG. Stimmberechtigte haben gem. § 42 Abs. 3 AbstG gegenüber dem für sie örtlich zuständigen Bezirksamt während des laufenden Verfahrens zur Gültigkeitsprüfung einen Anspruch auf Auskunft, ob zu ihrer Person im informationstechnischen Verfahren ein personenbezogener Datensatz nach § 42 Abs. 1 S. 3 AbstG gespeichert ist. 

Bei Fragen zur Volksinitiative: