Laut dem Dritten Teilhabebericht der Bundesregierung treiben 55 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigung nie Sport – bei Menschen ohne Beeinträchtigung sind es 33 Prozent. „Dieser große Abstand hat vielfältige Gründe. Besonders schwer wiegen dabei Barrieren in den Sportstätten und auf dem Weg dorthin sowie das Fehlen inklusiver Angebote“, sagt Tim Tschauder, Inklusionsmanager beim Landessportbund Berlin, „Mit der Inklusionswoche wird das Thema ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Angebote werden sichtbar – und durch Begegnungen wachsen Verständnis und Anerkennung.“
Inklusive Handball-, Volleyball-, und Fußballangebote, ein Triathlon, Lauftreffs und vieles mehr bringen in ganz Berlin Menschen zusammen. „Es geht darum, sich nicht nur zu beklagen, sondern vor allem darum, zu zeigen, wie viele tolle Angebote es im Inklusionssport in Berlin gibt“, sagt Tschauder, „Natürlich gibt es auch noch sehr viel zu tun, siehe Jahnsportpark, aber die Berliner Sportvereine sind sehr engagiert und kreativ im Inklusionssport.“
Das Inklusionsteam des LSB Berlin unterstützt Vereine und Verbände dabei, Barrieren abzubauen, und informiert darüber, wo und wie Fördergelder beantragt werden, wie inklusive Sportgruppen gegründet und wo Übungsleiter*innen geschult werden können. Das Netzwerk Sport & Inklusion bietet im zweimonatlichen Rhythmus im Kompetenzzentrum Inklusionssport in Jahnsportpark (Cantianstadion) die Möglichkeit zum Austausch und zum Kennenlernen neuer Projekte.
Das gesamte Programm der Inklusionswoche gibt es hier: www.iwo-berlin.de
