Gerhard Schlegel wurde 1949 zum ersten Präsidenten gewählt. Er war ein „Grandseigneur des Sports, die Sportschule des LSB trägt heute seinen Namen. Seine Liebe galt dem Sport, er turnte in der Berliner Turnerschaft, lief lange und kurze Strecken und er war in der Kommunalpolitik tätig, war seit 1919 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend. 1933 klagten ihn die Nazis wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ an und brachten ihn ins KZ Columbiahaus und Zellengefängnis Turmstraße. Nach einem Jahr wurde er entlassen. 1949 gründete er den Allgemeinen Sport-Verein (ASV), gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Berliner Leichtathletikverbandes. Am 29. Oktober 1949 wurde er zum 1. Vorsitzenden des Sportverbandes Groß-Berlin (SVB) gewählt.

Dr. Werner Ruhemann wurde am 14. Juni 1951 als Vertreter der Fachverbände zum 1. Vorsitzenden des Sportverbandes Berlin gewählt. Der 1985 geborene Arzt war Mitglied des Berliner Sport-Clubs (BSC) und spielte dort bereits in der Schülerabteilung Hockey. 1933 wurde er wegen jüdischer Vorfahren aus dem BSC entfernt. Mit der Gründung des Berliner Sportärztebundes im Jahr 1950 knüpfte Werner Ruhemann an seine früheren ehrenamtlichen Tätigkeiten im BSC an und war von 1951-52 Präsident des Deutschen Sportärztebundes. 1949 zählte er nach Auslaufen des Kommunalsports zu den Gründungsmitgliedern des neuen Sportverbandes. In seine Amtszeit fielen die Ost-West-Auseinandersetzungen um den Berliner Sport, die Einweihung des „Haus des Sports“ in der Bismarckallee und die „Vorolympischen Festtage“ in Berlin, die vor Helsinki die bundesdeutschen Sportlerinnen und Sportler zu ihren Qualifikationen an die Spree holten. 

Dr. Christian Pfeil war Vorsitzender des Rugbyverbandes, des Skiverbandes Berlin und der Berliner Sektion des Alpenvereins, ein begeisterter Skiläufer und Bergsteiger. Christian Pfeil war Journalist, Autor und Philosoph in einer Person, dazu Rugbyspieler und seit 1934 Leiter der BSC-Rugbyabteilung. Er leitete den Sportverband Berlin von 1953 an zwölf Jahre lang.  Kurz vor seinem Tod am 30. Juni 1965 wurde er von der LSB-Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. 

Gerhard Schlegel trat 1965 zu seiner zweiten Amtszeit an.  1972 trat er zurück, war aber als Israel-Beauftragter des Präsidiums bis zu seinem Tod weiterhin für den Berliner Sport tätig. Gerhard Schlegel war Ehrenmitglied des Landessportbundes und Ehrenpräsident des Leichtathletik-Verbandes sowie Mitglied des Präsidiums des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. Sportveranstaltungen in Berlin und Jerusalem tragen seinen Namen. Besonders stolz war er auf die Eintragung ins „Goldene Buch des Staates Israel“. 
 
Hans Gleisberg übernahm 1972 den Vorsitz des Landessportbund-s, dessen Pressewart er seit 1971 war. Ehrenamtlich kam er vom Landesruderverband Berlin, dem er seit 1957 verbunden war und der ihn 1969 zum 1. Vorsitzenden gewählt hatte. In seine Amtszeit fällt die Umstrukturierung der LSB-Verwaltung.

Horst Korber wurde am 22. April 1977 zum Präsidenten gewählt. Ein amtierender Senator als Präsident der größten Bürgervereinigung der Stadt, das war neu. Horst Korber war seit 1971 Mitglied des Präsidiums und hatte sich speziell in den Ost-West-Auseinandersetzungen und den Verbindungen zum Deutschen Sportbund als anerkannter Vertreter des Berliner Sports hervorgetan. Von 1967 bis 1971 war er Senator für Jugend und Sport, dann bis 1975 Justizsenator und bis 1977 Senator für Arbeit und Soziales. Nach seiner Wahl zum LSB-Präsidenten blieb er weiterhin Mitglied des Senats, und zwar bis 1979 als Senator für Bundesangelegenheiten. Schwerpunkte setzte er mit der Forderung nach einem Gesetz zur Förderung des Sports durch das Abgeordnetenhaus, den Ausbau der Leistungszentren und eine breite Anhörung der Mitgliedsorganisationen zu den sie bewegenden Problemen des Sports, vor allem beim Bau von Sportstätten für den Jugendsport und der Förderung des Breiten- und Gesundheitssports. Das Horst-Korber-Sportzentrum am Olympiastadion trägt seinen Namen. 

Reinhard Krieg, der seit 1970 dem LSB-Präsidium angehörte und Horst Korber während dessen Krankheit als Vizepräsident vertreten hatte.  wurde am 7. Oktober 1981 gewählt- Von 1967 bis 1977 war er Präsident des Hockeyverbandes Berlin und von 1981 bis 1985 auch Vizepräsident des Deutschen Hockey-Bundes. In seine Amtszeit fielen der weitere Ausbau der Landesleistungszentren und die Anstellung von Landestrainern sowie der Ausbau der Stadion-Terrassen als Domizil des Landessportbundes und der Sportjugend. Er war Ehrenmitglied des LSB Berlin und Träger der Zeus-Plakette der Sportjugend. 

Manfred von Richthofen wurde am 5. Juni 1985 mit großer Mehrheit zum Präsidenten gewählt., Seit 1966 war er ehrenamtlich und dann ab 1969 hauptamtlich im Dienst des Sportverbandes, des späteren Landessportbundes, tätig. Er In seiner Antrittsrede setzte der neue Präsident drei Schwerpunkte: 1. Die Darstellung des Berliner Sports im internationalen Bereich. 2. Die Sicherstellung der finanziellen Mittel für den Sport und 3. In der Zeit von sozialen Spannungen das Kümmern um Arbeitslose und Schwächere. Manfred von Richthofen übte das Amt des LSB-Präsidenten bis 2000 aus. Ein Zeitraum großer gesellschaftlicher Umbrüche und vor allem der Deutschen Einheit. Seit 1983 bis 1997 war er Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees von Deutschland und ab 1990 DSB-Vizepräsident, schließlich von 1994 bis 2006 Präsident des Deutschen Sportbundes. Er wurde DOSB-Ehrenpräsident, nachdem er an der Fusion des DSB mit dem NOK zum Deutschen Olympischen Sportbund entscheidend mitgewirkt hatte. Das Haus des Sports in der Jesse-Owens-Allee trägt seit 2019 seinen Namen. 

Peter Hanisch hat als Mann der Basis in vielen Ehrenämtern erfolgreich „angepackt“. Peter Hanisch war ehrenamtlich Polizeisportbeauftragter des Landes Berlin, Präsident der Europäischen Polizeisportunion und des Deutschen Polizeisportkuratoriums. Dazu Sicherheitsbeauftragter bei großen Sportveranstaltungen, so in München 1972 und der Fußball-WM 1974 in Berlin. Der Berliner Leichtathletikverband wählte ihn 1971 als Nachfolger von Gerhard Schlegel zum Vorsitzenden. 1974 wurde er zum 1. Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend und Mitglied des DSB-Präsidiums gewählt. Von 1991 bis 2005 war er Präsident des Berliner Turnerbundes. Der LSB wählte ihn 1985 zum Vizepräsidenten, dann im Juni 2000 mit großer Mehrheit zum Präsidenten. In seine Amtszeit fielen die Vereinigung der Stadt und internationaler Sportveranstaltungen, aber auch der Kampf mit dem Senat um die Förderung des Sports und Demonstrationen gegen Mittelstreichungen.

Klaus Böger überzeugte am 5. Juni 2009 die Delegierten bei seiner Wahl zum Präsidenten. Böger wurde in Lauterbach/Hessen geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er an der FU Berlin Staatsrecht und Politologie mit dem 1972 erlangten Abschluss als Diplom-Politologe. Von 1999 bis 2006 gehörte Klaus Böger dem Berliner Senat als Senator für Bildung, Jugend und Sport an und bekleidete drei Jahre das Amt des Bürgermeisters. Herausragend in seiner Amtszeit waren die Leichtathletik-WM 2009 und die Europäischen Makkabi-Games 2015. Als Bildungssenator setzte er Sport und Bewegung als 4. Bereich der Vorschulerziehung in Berlin durch.

Thomas Härtel wurde am 23. November 2018 wurde zum LSB-Präsidenten gewählt. Der Diplom-Pädagoge war Bezirksstadtrat für Volksbildung ins Steglitz, ab 1995 Stadtrat für Bildung, Kultur, Jugend und Sport. Von 1999 bis 2006 war er Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport und wechselte von 2006 bis 2011 als Sportstaatssekretär in die Innenverwaltung. Ehrenamtlich war er von 2012 bis 2017 Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes und seit 2015 Vizepräsident für Infrastruktur des Landessportbundes Berlin. Auf Bundesebene übernahm er von 2017 bis 2020 den Vorsitz der Deutschen Schulsportstiftung (Jugend trainiert für Olympia und Paralympics).